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Archive for Januar, 2008

Schleichende Papierlosigkeit

Der Trend zur Papierlosigkeit ist kaum mehr aufzuhalten. In seinem Blog www.medienkovergenz.com beschreibt Andreas Göldi sehr anschaulich, wie er sich in den letzten Jahren vom Papier als Informationsmedium verabschiedet hat – nicht bewusst, sondern in einem schleichenden Prozess, der ihn im Nachhinein selbst überrascht:

Als ich neulich die Koffer für die übliche weihnachtliche Verwandtenbesuch-Rundreise packte, fiel mir plötzlich etwas auf: Ich packte keine papierbasierten Informationsträger ein. Gar keine. Null.

Bücher werden durch den eBook-Reader ersetzt, News liest man über den RSS-Reader auf dem iPhone, Informationen recherchiert man im Internet und Abos für die Printausgaben von Zeitschriften werden nicht weiter verlängert.

Ich glaube, dass wir durch die Summe von technischen Neuerungen in den letzten paar Jahren (grössere PC-Screens, RSS, Smartphones mit grossen Displays, allerlei Internet-Devices, vernünftige eBook-Reader usw.) an einem Punkt angekommen sind, wo physische Informationsträger plötzlich den digitalen Medien deutlich unterlegen sind. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber der Trend ist eindeutig.

Interessant ist, dass Andreas Göldi dabei – wie wir wohl alle – eher mehr liest und sogar meint, inzwischen auf screens länger und konzentrierter zu lesen, als auf Papier. Eine ähnliche Entwicklung habe ich auch bei mir selbst festgestellt. Man mag sich einfach nicht mehr mit diesen unverlinkten Papierbergen herumschlagen, die zudem noch Informationen enthalten, die man jetzt gar nicht sucht. Für uns mag diese Entwicklung noch überraschend sein – für die Jugendlichen ist sie längst Alltag.

 Quelle: http://medienkonvergenz.com/2008/01/13/schleichende-papierlosigkeit/

ePaper -> Displays, die aussehen wie Papier

Polymer Vision's Readius Foldable Mobile Phone 

Nun haben es Entwickler geschafft: flexible Displays, die aussehen wie Papier, ebenso dünn sind, sich aufrollen lassen und unterwegs einfach mal schnell im Gehäuse verschwinden sind nicht länger Science-Fiction. Das Radius eBook-Handy wird noch diesen Sommer erscheinen und damit zum Pionier der erwarteten ePaper-Gadgets. Die Firma Polymer Vision, ein Ableger von Philips, stellte bereits vor zwei Jahren den Prototypen dieser Kreuzung aus ePaper und Handy vor – nun wird es in Serie produziert. Der Readius hat in etwas die Größe eines normalen Handys. Der Bildschirm ist um das Gehäuse gelegt und lässt sich mit einer Diagonalen von fast 13 cm zu einer stattlichen Größe aufklappen, die das Lesen angenehm macht. Ein großer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch. Der soll 10 – 30 mal niedriger sein als bei herkömmlichen TFT-Displays und damit ausschlaggebend für die hervorragende Akku-Laufzeit. Noch ist das Display mit eher geringen Auflösungen ausgestattet und kommt in schlichtem Schwarz-Weiss daher – an Farbdisplays mit höheren Auflösungen wird aber bereits gearbeitet. Welche Auswirkungen solche Entwicklungen auf die Druckindustrie haben, kann sich wohl jeder selbst ausmalen.

Quellen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,530425,00.html
http://www.netzwelt.de/news/77000-erstes-handy-mit-faltdisplay-kommt.html
http://www.polymervision.com/frameset.php?id=&page=

iheartprint: 5 Gedanken zur Entwicklung der Printindustrie in 2008

Pieter Ardinois, der Geschäftsführer von http://www.contentprint.com/index.page und Betreiber des überaus lesenswerten Blogs http://www.iheartprint.com/ hat sich Gedanken zur Entwicklung der Printindustrie im Jahr 2008 gemacht. Er sieht folgende Trends:

  • Drucker müssen sich endlich von ihrem klassischen Denken verabschieden und neben dem Handwerk vor allem in “knowledge worker” investieren - als Konsequenz werden sie erkennen, dass Differenzierung notwendig ist. Die derzeitige Preisschlacht wird durch die klassische Denkweise unterstützt. Im Grunde beschäftigt Drucker nur eins: Farbe so günstig und schnell wie möglich auf Papier zu bringen. Diese Einschränkung der Perspektive führt letztlich nur zu Verlusten: Reduzierung von Budget und Personal anstatt Innovation ist die Folge. 2008 muss das Jahr der knowledge-worker werden um die Geschäftsentwicklung voranzutreiben. Vielen Dank Pieter, dass Du mich und meinen Blog printfuture dazu zählst.
  • Drucken wird sich immer weiter vom Produkt “Farbe auf Papier” entfernen und sich mehr und mehr Richtung Materialisierung von Content bewegen – und dies in einer wesentlich experimentelleren Form, als wir dies bislang kennen
  • Print wird personalisierter und durch verschiedene andere Services angeboten als durch klassische Druckereien - iStockphoto hat  www.myphotopipe als print provider gewählt, Google hat ein Patent für “Customization of content and advertisement in publication angemeldet und www.PediaPress.com wird wikis druckbar machen.
  • die Produktion wird zunehmend standardisiert und messbar – die Industrialisierung eines noch immer von handwerklichem Denken geprägten Branche wird und muss voranschreiten
  • Print muss “grün” werden – “grün” zu drucken ist nicht länger nur ein Marketing-Argument sondern wird essentiell für das Überleben werden

Quelle: http://www.iheartprint.com/2008/01/03/lang_en-my-5-print-related-thoughts-for-2008-lang_en/

3D-Poster in Bewegung

Picture: Ron English

Die kanadische Firma RabbitHoles hat ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem es nicht nur möglich ist, Hologramme in fotorealistischer Qualität zu drucken sondern diese auch noch in Bewegung zu setzen. Die Bewegung auf dem Bild ensteht durch die Bewegung des Betrachters. Letzte Woche haben allein 10 US-Theater solche 3D-Poster herausgebracht, um den Film “How She Move” zu promoten. Darauf tanzt einer der Charaktere in einem 8-Sekunden-Clip auf dem dancefloor. Dieser “Film” wird “abgespielt”, indem der Betrachter von links nach rechts am Poster vorbei geht. Das bekannteste Beispiel im Netz dürfte zur Zeit das CathyCowgirl des Künstlers Ron English sein, das hier abgebildet ist. CathyCowgirl zückt beim Vorbeigehen die Pistole -> see http://www.propaganda.com.

Möglich wird dies durch einen neuartiges RGB-pulsed-Laserverfahren, das von RabbitHoles patentiert wurde. Im Gegensatz zu den bisherigen Laserverfahren wie das continuous-wave-laser oder das nur einfarbige pulsed-laser sind diese Hologramme wesentlich fotorealistischer und können sich eben durch Änderung des Blickwinkels bewegen. Das Verfahren für Aufnahme und Print solcher Hologramme ist natürlich nicht ganz unaufwändig. Eine virtuelle Camera nimmt Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln auf und ein spezieller Software-Algorithmus, der von RabbitHoles entwickelt wurde, berechnet dann, wie das Licht auf jede dieser Aufnahmen fällt. Beim Drucken wird jeder frame in Pixel zerlegt. Ein Poster kann da gut und gerne schon einmal aus 700.000 Pixeln bestehen.

Eines ist sicher: mit RabbitHoles 3D-Prints sind völlig neue Werbeformen möglich, die den Betrachter überraschen.

Quellen: http://www.wired.com/entertainment/hollywood/news/2008/01/rabbit_holes,
http://www.rabbitholes.com/,
http://www.popaganda.com/

fabidoo – kreativer 3D-Druckshop

fabidoo YO-POcrazyboybaby01Chauvinisme...KarottenfuchssmileidooPanda vom MarsfabilangstrumpfStarSweetie

es ist nicht zu übersehen: 3D-Prints sind im Trend. Ein neuer innovativer 3D-Druckshop, der auf die Kreativität seiner Benutzer setzt ist http://www.fabidoo.com/de. In diesem Shop kann sich der Kunde kleine lustige Figuren auswählen und selbst gestalten, d.h. Gestalt und Farben auswählen und sogar das Gesicht wechseln, indem er Fotos einfügt. Fabidoos gibt es in 3 Größen und die Preise halten sich in Grenzen:

  • fabidoo (original) ca. 5 cm Höhe = 19,90 Euro
  • fabidoo mini ca. 4 cm Höhe = 14,90 Euro
  • fabidoo nano ca. 3 cm Höhe = 9,90 Euro

Der Shop ist ganz im Web 2.0-Stil gehalten und baut auch beim Ausbau dieser Geschäftsidee ganz auf den User, der herzlich eingeladen ist, eigene Produktideen einzubringen.

Quelle: http://www.fabidoo.com/de
siehe auch meine anderen Artikel unter der Kategorie 3D Printing http://printfuture.ingridszurowski.de/?cat=12