Archive for Februar, 2008
Februar 18, 2008 at 14:01 · Filed under media trends
Kaufentscheidungen werden nur noch zu weniger als 5% durch klassische, so genannte „above-the-line“-Werbung etwa in TV oder Printmagazinen entschieden. Damit droht die traditionelle Rolle von Medien als Mittler für Produkte zwischen Konsumenten einerseits und Konsumgüterherstellern bzw. Dienstleistern andererseits endgültig verloren zu gehen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Untersuchung der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton unter 1.000 Endkunden in Deutschland und den USA.
„Die Analyse belegt erstmals datengestützt, in welchem dramatischen Ausmaß klassische Print- und TV-Medien ihre traditionelle Rolle als ausschlaggebender Werbeträger eingebüßt haben. TV-Werbung in der bekannten Form wird es weiter geben – doch wird sich ihre Funktion im Marketingmix noch stärker auf Präsenz und Markenbildung fokussieren“, so das Fazit von Niko Steinkrauß, Mitglied der Geschäftsleitung bei Booz Allen Hamilton. „Um attraktiv für Werbetreibende zu bleiben, muss die Medienplattform der Zukunft deutlich mehr können.“ Ursache für den fortschreitenden dramatischen Bedeutungsverlust ist nach Ansicht des Experten die Zunahme von Kundenkontaktkanälen. Die Bedeutung emotional aufgeladener Kaufsituationen, interaktiver Ansprache sowie der persönlichen Beratung nimmt klar zu.
Die Ergebnisse der Befragung und Marktdaten sprechen eine klare Sprache: Medienanbieter müssen sich weg von der reinen „Werbeplattform“ hin zum „Customer Relationship Manager“ entwickeln.
Mit einem Revival der klassischen Medien sei nicht zu rechnen – so Niko Steinfuß im Value Magazin Januar/Februar 2008 S. 22 – Er glaubt eher dass das digitale Medium in zehn Jahren das Sofa erobert haben wird.
Quelle: http://www.boozallen.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-detail/39084490,
Value Magazin Januar/Februar 2008 S. 22
Februar 17, 2008 at 07:24 · Filed under ePen, media trends

Den Text ganz einfach auf Papier schreiben, dahinter den Namen des Empfängers einkringeln und schon ist er per SMS oder E-Mails unterwegs zum Empfänger – mit seinem Konzept seines Datenstifts greift der australische Jungdesigner Reuben Png ein altes Thema auf, daß nun durch neue Sensorengenerationen endlich umgesetzt werden könnte: sein sog. “D:Scribe” soll handschriftliche Notizen in digitale umwandeln und bei Bedarf versenden – und das im Handumdrehen. Nach dem Inhalt schreibt man den Namen des Empfängers, kringelt ihn ein und den Rest macht der D:Scribe von alleine. Der Stift nimmt per Blootooth Verbindung zum Handy auf, das Handy schlägt den Namen im Adressbuch nach und versendet die Nachricht. Die Versandbestätigung oder Fehlermeldung wird ausschließlich auf dem einzeiligen Display des Stifts ausgegeben.
Die Idee des “Pen Computing” ist keineswegs neu – sie existiert bereits seit 40 Jahren, scheiterte aber bislang an der Umsetzung. Im Gegensatz zu vorigen Versuchen erfordert der D:Scribe weder elektronisches Spezialpapier noch spezielle Schreibweisen. Auch wird die Schreibbewegung nicht mit optischen Methoden sondern mit Hilfe von Bewegungssensoren erkannt. Vorbild dürfte hier das Nintendo Wii gewesen sein, dass die rasante Entwicklung in diesem Bereich beispielhaft verdeutlicht. Schon in wenigen Jahren soll die neue Sensor-Generation, das sog. “Micro Electronic Mechanical System” feinfühlig genug sein, um die feinen Schreibbewegungen sauber aufzuzeichnen. Die komplette Digitalisierung von Stift und Papier ist damit wieder einen Schritt näher gerückt.
Quellen:
http://www.yankodesign.com/index.php/2008/02/11/sms-and-email-pen/
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,535323,00.html,
http://www.product-reviews.net/2008/02/14/dscribe-email-and-sms-text-pen-technology-just-got-better/
Februar 12, 2008 at 19:26 · Filed under media trends
“Wandel der Kommunikationslandschaft – Wandel der PR?” - unter diesem Titel haben die GPRA (Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V.) und die Universität Leipzig eine gemeinsame Studie veröffentlicht, die ganz im Zeichen des Themas “Kommunikation im Wandel” steht.
„Die Studie zeigt, dass der Bedeutungszuwachs aktiver Rezipienten und der schleichende Niedergang der Print-Medien erkannt sind“, so Studienautor Prof. Dr. Ansgar Zerfaß. „Die klassische Fokussierung auf Pressearbeit, Corporate Publishing und Events reicht künftig nicht mehr aus. Gefragt ist echte Dialogkompetenz in allen Kanälen – nicht aber ein rein modisches Umschwenken auf Online-Kommunikation und Social Media, ohne diese an die eigene Strategie zu koppeln.“
Quelle: http://www.gpra.de/index.php?id=153&tx_ttnews[tt_news]=1337&tx_ttnews[backPid]=9&cHash=d5281c3604
Februar 10, 2008 at 08:46 · Filed under media trends, user generated content

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