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Steve Ballmer: in zehn Jahren gibt es keine Printmedien mehr

Microsoft-Chef Steve Ballmer gibt Printmedien nur noch ca. 10 Jahre - danach werde es sie nicht mehr geben, der Medienkonsum erfolge dann rein über IP-Netzerke. Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen der IBM-Studie, über die ich neulich berichtet habe. In dieser Studie wird davon ausgegangen, dass die klassischen Werbekanäle bis zum Jahr 2012 ihre Vorherrschaft verlieren und die Menschen sich dann vollends den individualisierten Angeboten der digitalen Medien zugewandt haben. Unterstützt wird Ballmers These auch durch Äußerungen des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Jeff Bezos in der “Sydney Morning Herald” sinngemäß: Amazons elektronischer Buchersatz, das E-Lesegerät Kindle ist erfolgreicher als angenommen und beginnt, den Buchmarkt zu beeinflussen. Es sei erstmals festzustellen, dass Kindle sich auf konkrete Buchverkäufe auswirke. Inzwischen werden 6 Prozent aller Bücher als E-Books verkauft, so Ballmer.

Angesichts der Häufung solcher Aussagen sollte die Printindustrie doch endlich anfangen, die aktuellen Entwicklungen ernst zu nehmen und über neue Geschäftsfelder nachdenken, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Solange es Print noch gibt, könnte sich die Printindustrie ja genau diese Entwicklungen für das eigene Marketing und eigene neue Geschäftsideen zunutze machen. So würde sie wertvolle Erfahrungen gewinnen, die dem wohl eines Tages notwendigen Komplett-Umstieg auf digitale Medien den Boden bereiten können.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,558088,00.html

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