zusammen mit dem Auskunftsdienst Telegate feilt Google nun an einem weiteren Sargnagel für die gedruckte Presse. Werbung auf den Seiten von Google wird nun von Telegate mit vertrieben. Damit soll kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Alternative zur klassischen Werbung in Telefon- und Branchenbüchern wie den Gelben Seiten oder lokalen Anzeigenblättern geboten werden. Die überregionalen Anzeigenmärkte haben die Zeitungsverlage bereits ans Internet verloren – nun drohen ihnen auch erhebliche Einbußen im Bereich der lokalen Anzeigen. Obwohl inzwischen der nächste Klempner, Zahnarzt oder Pizzabringdiens häufiger im Internet als in Printmedien gesucht wird, fließen jährlich immer noch rund 1,2 Millionen Euro jährlich in die gedruckten Anzeigen. Allerdings gilt die Zielgruppe als nicht besonders internetaffin und dürfte somit schwer zu erschließen sein. Die potentiellen Kunden kommen nicht von allein sondern müssen mühsam angerufen werden. Google hat sich dafür die Dienste der 400 Telegate-Vertriebsmitarbeiter gesichert. Damit ist Telegate der erste Wiederverkäufer für Google-Anzeigen, was sich allerdings bald ändern sollte.

