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Archive for März, 2009

Der Medienwandel gewinnt an Fahrt

Neueste Untersuchungen des amerikanischen Pew Research Centers lassen keinen Zweifel: das Internet hat die Zeitungen als wichtigste Nachrichtenquelle überholt. Auch wenn sich diese Studie auf den amerikanischen Markt bezieht – für Deutschland hat Allensbach im letzten Jahr ähnliche Entwicklungen ausgemacht.

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Damit hat der Medienwandel eine neues nachhaltiges Niveau erreicht, das den Abbau der alten ökonomischen Grundlagen des Nachrichtengeschäfts erheblich beschleunigt. Die Suche nach neuen Geschäftsmodellen nimmt inzwischen schon fast verzweifelte Züge an. Werbung wird sicherlich weiterhin einen Teil der Umsatzgleichung bleiben, nur zeigt die Studie auch, dass sich die Verteilung der Werbebudgets schneller ändert, als die Mediennutzung. Print verliert rasant, aber das Internet kann noch nicht im gleichen Maße profitieren. So denken inzwischen einige Medien über Bezahldienste nach – keine gute Idee, denn das wird sie  vom Wachstum abkoppeln und irrelevant werden lassen.

Alle wichtigen Verleger haben inzwischen auf das Internet reagiert – in den Redaktionen sind Print und Internet voll integriert, Journalisten arbeiten parallel für beide Welten. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Internets bauen traditionelle Medienhäuser ihre Internetaktivitäten zwar aus, scheitern aber am Fehlen innovativer Geschäftsmodelle und an der Umsetzung. Innovative Geschäftsmodelle werden eher von Internet-oder Mobile-Unternehmen wie Amazon oder Apple entwickelt und in der Umsetzung kommen Planungs- und Steuerungsinstrumente beim Großteil der Medienhäuser überhaupt nicht zum Einsatz . Das Resultat: der Erfolg bleibt überschaubar – Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Und damit ist das Fazit klar: nur eine intensive methodische Auseinandersetzung wird zu innovativen únd erfolgreichen Geschäftsmodellen führen.

Quellen: FAZ-Community Netzökonom
Pew Research Center
Dr. Christian Maaß Blog

ecofont – die Öko-Schrift

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Tinte und Toner für den Drucker zählen zu den teuersten Rohstoffen, die rund um den PC verbraucht werden – es wäre billiger, Drucker mit Champagner zu betreiben. Die holländische Agentur Spranq hatte eine findige Idee, um den Verbrauch zu reduzieren: eine neue True-Type-Schrift, die ähnlich wie ein Schweizer Käse voller Löcher steckt. Beim Ausdruck soll der Anwender bis zu 20 Prozent Tinte sparen.  Der Font kann kostenlos über die Agentur-Seite bezogen werden.

Quelle: http://www.ecofont.eu

Montags beim Freitag mitmachen

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geht neue Wege im Journalismus. Die Wochenzeitung bezieht die User aktiv ein und findet interessante Wege, web und print miteinander zu verknüpfen. Das neue Konzept ging Mitte Februar mit einem relaunch der website an den Start und soll laut Verleger Jacob Augstein eine “völlig integrierte Medienmarke” hervorbringen. Online- und Printausgabe sind dabei aufs Engste verzahnt. “Das Meinungsmedium”, wie sich der Freitag nun im Untertitel nennt, setzt beim content auf die Leser. Sie sind aufgefordert, Themen und Meinungen beizusteuern. Sie können eigene Blogs gründen und selbst Themen zur Diskussion stellen. Die Redaktion präsentiert dann die spannendsten Beiträge an exponierter Stelle auf der website. Die Blogger avancieren damit zum “Publizisten”. Einige der Beiträge, die Redaktion ubnd Community für wichtig genug halten, wandern auch in die Druckversion des Heftes, wobei die Autoren dann das gleiche Honorar erhalten wie andere freie Mitarbeiter. Und es locken noch weitere Angebote. So können die Beiträge der Lieblingsblogger per RSS-Feed verfolgt werden und registrierte Besucher können sich ihre eigene Startseite bauen, auf der sie Blogs und Artikel ihrer Lieblingsressorts oder -autoren abonnieren. Jeder Autor kann sich eine eigene Seite einrichten und dort seine Texte veröffentlichen. Eine Farbcodierung hilft bei der Orientierung üver die Herkunft der Beiträge: dunkelblau = redaktioneller Beitrag, hellblau = Berichte des Medienpartners “The Guardian”, rot = Texte aus der Community.

Quellen: Page 04.2009 S. 014
http://www.freitag.de/