damit ist der Online-Werbemarkt auf insgesamt 4,1 Milliarden Euro gewachsen – das geht aus einer Erhebung durch den Online-Vermarkterkereis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Interessant für die Druckindustrie: mit einem Anteil von 16,5 Prozent am Werbemarkt überholt das Internet die Publikumszeitschriften erstmals und dies sehr deutlich. Das Internet ist damit hinter den klassischen Gattungen TV und Zeitung drittstärkstes Werbemedium in Deutschland. Eine Entwicklung, die sicher vorauszusehen war.
Februar 4, 2010 at 11:44 · Filed under media trends
Print Delivers – so lautet der Name für die neue lunch & learn Serie, die The Print Council produziert. Die Idee dahinter ist es, die Möglichkeiten, die Wirkung und die Bedeutung von Print im Marketing-Medien-Mix zu verdeutlichen. Besonders spannend an dieser Serie ist, dass dabei die gesamte Wertschöpfungskette von Print betrachtet wird – sozusagen vom Wald bis zum Postfache des Konsumenten. Zusammen mit der John Roberts Company hat The Print Council die jüngste Print Delivers Event in Minneapolis durchgeführt. Über 100 Marketers aus Agenturen und Industrieunternehmen nahmen teil. Namhafte Sprecher vom US Postal Service, Kodak, Heidelberg, Appleton Coated Papers und der John Roberts Company präsentierten die Effektivität von Print. Hier einige Videoausschnitte der interessanten Veranstaltung:
das Thema ist in aller Munde: Überallgeräte wie Tablets, iPads, Smartphones können und werden das Zeitungslesen revolutionieren und zu neuen Geschäftsmodelle im journalistischen Angebot führen. Dass es nicht reicht, einfach nur alte Produkte auf neue Vertriebswege zu übertragen, zeigt Spiegel-Online-Autor Konrad Lischka deutlich auf. Wenn die New-York-Times-Managerin Jennifer Brook bei der Präsentation der iPad-Anwendung ihrer Zeitung sagt: “Ich denke, wir haben die Essenz des Zeitungslesens erfasst”, dann greift dieser Satz für Konrad Lischka zu kurz. Er verweist darauf, dass in mobilen Endgeräten
die alten Mediengrenzen (soweit es sie noch gibt) zerfließen und ineiander übergehen
die kostenpflichtigen Angebote nicht länger von Medienunternehmen, sondern vom Kunden selbst betrieben werden
Eine kreative Umsetzung dieser Tendenzen findet man bei der iPad-Anwendung der US-Baseballliga MLB. Hier kann man zwischen mehreren Videos und Audioübertragungen von Spielen wechseln, währenddessen Statistiken zu einzelnen Spielern aufrufen, die Spielhistorie des Hitters und Pitchers vergleichen und in einer Fülle kurzweilig aufbereiteter Daten wühlen, die für das aktuelle Spiel interessant sind. Journalismus ist hier nicht länger nur Text – es gilt vielmehr Text und Video, Illustrationen und Interaktion, Usability und User Experience zu neuen, mehrwertigen Darstellungsformen zu verbinden.
Die Essenz der Zeitung ist guter Journalismus. Wie er auf Überallgeräten wie dem iPad funktionieren kann, ist eine drängende Frage – die mindestens genauso wichtig ist wie die Frage nach Vertriebserlösen.