der Siegeszug der Online-Werbung geht weiter. Wie Meedia aktuell berichtet, hat das Internet im Gesamtwerbemarkt in 2010 zum ersten Mal die Zeitungen überrundet und sich damit als zweitstärkstes Werbemedium positioniert. Online-Werbung ist damit unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Zielgruppenansprache erklärt Paul Mudter, Vorsitzender des OVK im BVDW. Für 2011 prognostiziert der OVK ein Wachstum des Online-Werbemarkts von 16 Prozent.
wie das boersenblatt berichtet, waren die E-Book-Verkäufe in den USA noch nie so hoch wie jetzt. Laut dem Branchenverband Association of American Publishers (AAP) lag der Umsatz der US-Verlage im Juli bei 40,8 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Verkäufe von E-Books um 150,2 Prozent zu. Damit wuchst der E-Book-Markt in den USA im Jahresvergleich um 191 Prozent.
na ja – ein wenig übertrieben ist es schon, wenn Trendsetter Prince sagt: das Internet ist total out. Aber dennoch finde ich den Satz und seine Begründung dazu bemerkenswert. Und weil Prince diese Meinung hat, setzt er in der Vermarktung seiner Tour konsequent auf Print. Er promotet sein neues Albumg “20TEN”, indem er es als CD-Give-away der britischen Zeitschrift “Daily Mirror” beilegt. Prince scheint Gefallen an extravaganten Marketing-Ideen zu haben – und höchstes Missfallen für jene digitalen Vertriebskanäle zu empfinden, die derzeit als Standard gelten. Mit seinem Give-away kürt er Print zum neuen extravaganten In-Medium und erteilt der Vermarktung von Musik über die aktuellen digitalen Vertriebskanäle eine konsequente Absage. Es wird keine Downloads seiner neuen Songs im Internet geben, auch keine Filme auf YouTube und selbst seine Website hat der Star längst geschlossen.
Er habe keine Ahnung, warum er seine Musik an iTunes oder sonst jemanden geben solle. “Das Internet ist total out”, so Prince überzeugt. “Früher war MTV hip und plötzlich war es überholt”, sagte er dem “Daily Mirror”. Im Übrigen taugten Computer und die ganzen digitalen Geräte sowieso nichts. “Sie stopfen deinen Kopf nur mit Daten voll und das kann nicht gut sein.”
ganz im Stil von Jonath Swift´s Satire “The Battle of the Books” lässt J.A. Konrath Medien persönlich zu Wort kommen. Medien, die vom Aussterben bedroht sind, wie die VHS Tapes, LP Records, CDs etc treffen sich im Club der “Obsolete Anonymous” und begrüßen ihr neues Mitglied: die Print Industrie. Die will partout nicht wahrhaben, dass sie zu den obsoleten Medien gehören soll – ein trauring-lustiger Diskurs entspinnt sich…
Quelle: J. A. Konrath
damit ist der Online-Werbemarkt auf insgesamt 4,1 Milliarden Euro gewachsen – das geht aus einer Erhebung durch den Online-Vermarkterkereis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Interessant für die Druckindustrie: mit einem Anteil von 16,5 Prozent am Werbemarkt überholt das Internet die Publikumszeitschriften erstmals und dies sehr deutlich. Das Internet ist damit hinter den klassischen Gattungen TV und Zeitung drittstärkstes Werbemedium in Deutschland. Eine Entwicklung, die sicher vorauszusehen war.
US-Dentisten gehen davon aus, dass jeder Ausfall eines Behandlungstermins bis zu 250 Dollar kostet. Oft werden Termine einfach nur vergessen. Um dem entgegen zu wirken, senden fast alle US-Dentallabore Postkarten mit einer Erinnerung an ihre Patienten. Bislang erfolgte der Versand manuell durch die Mitarbeiter des Labors – ein unnötiger Aufwand, wie der MIS-Hersteller Dentrix meint. Dentrix hat einen automatischen Erinnerungsservice in die Software integriert, der den administrativen Aufwand erheblich reduziert. Für jeden Patienten wird die gewünschte Kontaktart hinterlegt: EMail, Anruf, Postkarte etc. – die Software steuert die Erinnerungen und auch die weitere Kommunikation dann vollautomatisch und das Personal kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Druck und Versand der Postkarten erfolgt übrigens über den Dentrix-Partner Alexander´s Print Advantage. Eine interessante Geschäftsidee für Druckereien, oder?
in seinem jüngsten Newsletter zeichnet das DigitaldruckForum düstere Szenarien der Druckindustrie. Die aktuelle Situation skizziert sich danach wie folgt:
Die Lage der Druckbranche insgesamt ist bedrohlich und wird von alleine nicht besser
Strukturelle Veränderungen haben gravierendere Auswirkungen als die Finanzkrise (welche die Probleme verschlimmert)
Die Relevanz von Printmedien schwindet rapide
Auftraggeber kritisieren massiv die Angebotsleistung der Digitaldrucker
WICHTIG:
Nicht nur die Traditionalisten, sprich die Offset-Fraktion, ist betroffen, sondern auch die Digitaldruckszene leidet unter Umsatzverfall (bis zu 35%) und Margenschwund (bis zu 75%). Die Zahl der Insolvenzen legt zu.
Ziel des DDF ist es, die aktuellen Entwicklungen noch besser kennen zu lernen, um die richtigen Angebots- und Verkaufsstrategien für die (Digital-)Druck-Industrie entwickeln zu können – ob das nicht eher als ein “Rufen im Walde” zu werten ist?
ein ähnlich hybrides Magazin mit dem Namen “La Más Bella” (die Schönste) hat in der spanischen Metropole Madrid das Licht der Welt erblickt und wurde sogar schon einmal mit einem Riesenloch in der Mitte zugestellt. Mittlerweile sind ca. 600 Künstler am Look des Magazins beteiligt. Die Auflage ist auf 1.000 Exemplare festgelegt. Jede Auflage enthält Gadgets wie handbemalte Gläser, Tapas in Miniaturformat oder Vermouth-Fläschchen. Die Botschaft: Magazine sind Kunst und Genuss Hut ab vor so viel Kreativität beim Finden von neuen Geschäftsmodellen durch Neu-Erfinden alter Medien!
FREE (full book) by Chris Anderson
So werden heute Bücher vermarktet: Das neue Buch von Chris Anderson mit dem Titel “Free – The Future of a Radical Price” kann diese Woche kostenfrei als EBook für den Amazon-Kindle und das iPhone heruntergeladen werden – das nennt man konsequent. Aber Achtung: diese freien Testversionen gibt es nur einen Monat lang kostenfrei. Keine Lust zum Lesen am Monitor – dann einfach hier das kostenfreie Hörbuch runterladen. und bequem über den MP3-Player anhören. Das gedruckte Buch ist Euch doch lieber? Dann bestellt es doch einfach bei Amazon oder dem Buchhändler Eures Vertrauens. Günstiger wird´s natürlich mit der Taschenbuchausgabe. Das Hörbuch kann man übrigens für 7,49 USD bei Audible bestellen. Kostenfrei ist da nur die 6-Stunden-Version. Und um die Verwirrung komplett zu machen: wer weniger Zeit aufbringen will, der greife doch einfach zur 3-Stunden-Version – die kostet dann aber was – alles klar?
Quellen: best-practice-business und Wired