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Archive for journalism

Zeitschriften-Nutzung bleibt trotz Internet auf konstant hohem Niveau

agma, die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V., hat heute die Reichweiten der ma 2012 Pressemedien I veröffentlicht. Danach ist die Zeitschriften-Nutzung trotz Internet nach wie vor auf konstant hohem Niveau und hat sich gegenüber dem Vorjahr so gut wie gar nicht verändert. M.a.W. 92,7 Prozent der über 14-Jährigen und damit rund 65,2 Millionen Leser in dieser Gesamtzielgruppe lesen Magazine. Ein erstaunliches Ergebnis

Quelle: agma

Daily: neue Tageszeitung nur für Tablet-PCs

Das ist neu: eine Tageszeitung, die weder im Internet noch in gedruckter Form erscheinen wird, sondern ausschließlich auf Tablet-PCs wie dem iPad und ähnlichen Geräten. Steve Jobs und Rupert Murdoch beabsichtigen, eine solche Tageszeitung herauszubringen. Sie soll “Daily” heißen, 99 Cent pro Woche kosten und Anfang Januar 2011 erscheinen. Laut Murdoch arbeiten bereits 100 Journalisten an dem Projekt. Das Projekt richtet sich insbesondere gegen Google, das durch Inhalte der Medienkonzerne groß geworden ist. Jobs und Murdoch setzen dem einen neuen Vertriebsweg entgegen, in dem Inhalte auch im digitalen Zeitalter kostenpflichtig vertrieben werden und das über die größte geschlossene Vertriebsplattform (iTunes), die es derzeit gibt.

Quelle: Handelsblatt

Wall Street Journal und Foursquare kooperieren

Location Based Services oder Geolocation Services gewinnen auch und gerade im Bereich von Lokalzeitungen immer mehr Bedeutung. Da ist es nur konsequent, dass das Wall Street Journal nun mit Foursquare kooperiert und damit ein völlig neues Vertriebskonzept begründet. User, die sich während des Check-Ins in ein New Yorker Hotel gleich auch noch bei Foursquare registrieren, erhalten handverlesene Informationen über Szene-Bars oder Kunstausstellungen.

Quelle: printwirkt

Zeitungsabos bald auch als Apps

wie allgemein bekannt sieht Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner in Tablets wie dem iPad die Zeitung der Zukunft und er wird mal wieder recht haben. Bislang allerdings verwehrte Apple den Verlegern den direkten Kontakt zu seinen Kunden. Das soll sich nun ändern. Apple wird demnächst ein Abo-Modell für Zeitschriften und Zeitungen anbieten und die Verlage dürfen dann direkt mit den App-Käufern in Kontakt treten. Im Gegenzug dazu fließen 30 Prozent der Einnahmen und 40 Prozent der Werbe-Einnahmen an Apple – was für ein Geschäft!
Quelle: justapps

Projekt Jule – Verlage werben um junge Leser

in den USA wird die Zielgruppe der unter 30-jährigen durch Printausgaben von Zeitungen nicht mehr erreicht – in Deutschland versucht sich der BDZV (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.) gegen diese Entwicklung zu stemmen. Beim Jahreskongress der Organisation am 21. September 2010 wurde einhellig beschlossen, das Engagement für junge Zielgruppen zur zentralen Aufgabe zu machen. Zu diesem Zweck wurde eigens die Gesellschaft “Jule – Initiative junge Leser GmbH) gegründet, die vor allem als Netzwerk und Wissensdatenbank zum Thema Kinder- und Jugendangebote der Zeitungen konzipiert ist. Ziel der Gesellschaft ist die Identifizierung effizienter Maßnahmen zur Gewinnung junger Leser.

Hans-Georg Schnücker (BDZV-Vizepräsident) angesichts der rückläufigen Zeitungsreichweiten bei jungen Lesern:

“Angesichts der Vielzahl und Verfügbarkeit unterschiedlichster Medien werden Kinder und Jugendliche nicht mehr automatisch zu Zeitungslesern. Wir müssen sie erst durch unser Medium gewinnen.”

Wie verschiedene Studien aus dem In- und Ausland belegen – so Schnücker – erbringen Zeitungslesende Kinder und Jugendlichen bessere Leistungen in Schule und Beruf  als ihre nicht-lesenden Altersgenossen. Außerdem steigere die regelmäßige Zeitungslektüre die Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen später auch als Erwachsene Zeitungen lesen werden.

Quelle: bdzv

Print wirkt

der VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) geht in die Offensive. Im neune VDZ-Clip zeigt er in 100 Sekunden 10 Argumente für Print – und die sind:

  • “Print wächst online”. Denn ein Drittel aller Abos werden im Web abgeschlossen.
  • “Print bringt Klicks”. Denn kaum andere erzeugen mehr Suchanfragen als die Verlagsprodukte.
  • “Print ist jung”. 92 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen lesen regelmäßig Zeitschriften.
  • “Print ist Paid-Content”. Denn drei Viertel aller Zeitschriften werden hart verkauft.
  • “Print ist schnell”. Die meisten Magazine erreichen bereits am zweiten Verkaufstag über 50 Prozent ihrer Reichweite.
  • “Print ist Journalismus”. Denn zwei Drittel aller Journalisten arbeiten für Print.
  • “Print ist innovativ”. Sechs der Top-Zehn Nachrichten-Apps sind von Print-Marken.
  • “Print macht Quote”. Mit 94 Prozent erreicht keine Gattung mehr Menschen, als die Zeitschriften.
  • “Print wirkt doppelt”. Bei den Mehrfachkontakten wirken Zeitschriften doppelt (1,8 Mal) und länger (33 Sekunden). Zudem werden Magazine mit durchschnittlich rund 1,5 Stunden intensiv genutzt.
  • “Print ist Return on Invest”. Denn die Werbung in Zeitschriften soll die höchste Glaubwürdigkeit haben.
  • Quelle: media.de

    Mikro-Magazine – die Magazine der Zukunft

    Der Zeitschriftenmarkt der Zukunft liegt laut Marketinguru Seth Godin überwiegend in der Hand der Mikro-Magazine. Aber was sind Mikro-Magazine eigentlich? Hier die wichtigsten Kennzeichen

    • die Zeitschrift wird digital verbreitet
    • hat Abonnenten (per EMail, RSS o.ä.)
    • hat eine sehr spezifische Leserschaft
    • finanziert sich durch zielgruppenorientierte Werbung
    • bietet seinen Lesern die Möglichkeit, sich über Blogs oder Foren auszutauschen
    • die Texte sind länger als 140 Zeichen, um auch komplexe Inhalte vermitteln zu können
    • die Redaktion besteht maximal aus 2 Mitarbeitern, die 100.000 Leser bedienen.´

    Setz Godin nennt als Beispiel das EMag Fear.Less, in dem persönliche Mutmach-Geschichten publiziert werden. Er prognostiziert mittelfristig einen Markt für 100.000 profitable Mikro-Magazine  (Micro-Mags). Jedes dieser Magazine könne 100.000 Leser erreichen.

    Quelle: Trend Alert Newsletter vom 19.05.2010

    Sportreporter bald überflüssig?

    ein kleiner Nachtrag zu meinem vorigen Artikel:  Wie Focus berichtet könnten Sportübertragungen demnächst im Fernsehen komplett automatisch produziert werden. Forscher der belgischen Universität Löwen haben eine Software entwickelt, die selbstständig das Geschehen auf dem Spielfeld verfolgt.

    Quelle: Focus

    der automatische virtuelle Reporter kommt

    wie weit aktuelle Veränderungen der Medienlandschaft gehen zeigt die neueste Entwicklung der US-Firma StatSheet. Nun soll er Wirklichkeit werden, der automatische virtuelle Reporter und den menschlichen ablösen. Noch diesen Sommer will StatSheet ein Programm zu veröffentlichen, das automatisch Spielberichte zu College-Basketballspielen schreibt. Das Programm wertet Statistiken aus und formuliert auf Basis von Textbausteinen komplette Reportagen. Gerade die Sport-Berichterstattung eignet sich hervorragend für die Erprobung solcher Ansätze, denn der Sport-Journalismus bedient sich einer weitreichend standardisierten Sprache und ist auf Zahlen und Ergebnisse ausgerichtet. Später soll die automatische Berichterstattung auf nationale Wettkämpfe ausgedehnt werden.

    Robie Allen, der Gründer von StatSheet betont, es sei nicht seine Absicht, menschliche Sportreporter zu ersetzen.  Er wolle vielmehr Sportreportagen durch noch mehr Zahlen anreichern und Wettkämpfe covern, für die keine menschlichen Reporter zur Verfügung stehen. Es ist allerdings nur zu klar, das Medienunternehmen sich das Einsparpotential solcher Lösungen nicht entgehen lassen werden.

    ReadWriteWeb berichtet, dass ein anderes ähnliches Programm mit dem Namen StatsMonkey erstaunlich gute Texte abliefere. StatSheet verspricht, dass 90 Prozent der Leser die automatisiert erstellten Texte nicht von denen menschlicher Reporter unterscheiden können. Es sei sogar denkbar, dass der Leser die Tonalität des Berichts wählen könne, also z.B. eher einen reißerischen Artikel mit “over the top”-Formulierungen oder eher einen zurückhaltenden, eher sachlichen Bericht.

    Die Zukunft ist also tatsächlich schon da und dringt in unser Alltagsleben – die Folgen für den Journalismus sind gravierend und werden nicht nur auf die Sportberichterstattung beschränkt bleiben. Es bieten sich noch etliche weitere Felder an, auf denen der automatische Reporter den menschlichen ersetzen kann, z.B. Polizeiberichte, Service-Themen, Lifestyle-Berichterstattung und vielleicht – ja vielleicht ist dieser Bericht hier ja auch gar nicht von mir sondern von meinem virtuellen Pendant geschrieben

    Quelle: Meedia

    Print on Demand: Zeitungen auf Knopfdruck im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel

    print on demand zeitungen auf knopfdruck

    Volora Retail, der Martführer im deutschen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel führte bereits 2008 einen Print on Demand Service für Zeitungen ein. Auswählen, drucken,  mitnehmen: In kürzester Zeit können  Kunden in ausgesuchten k presse + buch Filiale ihr persönliches Exemplar ihrer individuellen Wunschzeitung druckfrisch und  tagesaktuell mit auf die Reise nehmen. Dank der neuen Serviceleistung stehen den Kunden mehr als 950 internationale Zeitungstitel aus über 80 Ländern tagesaktuell zur Verfügung. Der Großteil der Titel war bisher auf dem deutschen Markt kaum erhältlich, einige weitere erst mit einem oder sogar mit mehreren Tagen Verzögerung. Diese neueste Entwicklung im Print-Bereich ist inzwischen an vier Standorten vertreten – weitere sollen noch dieses Jahr folgen.
    Quelle: valoraretail

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