dramatische Performance, viel Geschrei und Beschwörungsformeln – aber ob´s wirklich hilft? Pazazz hat vor kurzem sein zweites Video zum Thema “Printing´s Alive” online gestellt. Die virale Verbreitung ist allerdings längst nicht so groß, wie die der ersten Folge – da machen sich wohl einige Ermüdungserscheinungen breit.
seit Beginn des Monats gibt es ein neues App im iTunes-Store, mit dem man Einladungskarten oder Ankündigungskarten mit QR-Codes versehen kann, der dann auf eine selbst erstellte pURLs mit Fotos, Videos und Event-Informationen verlinkt – ein schönes Beispiel dafür, wie Print als Hyperlink genutzt werden kann.
es war ja irgendwie klar und nur eine Frage der Zeit. PricewaterhouseCoopers prognostiziert, dass in 2011 das Internet die Zeitungen und das Fernsehen als führendes Werbemedium ablöst. Laut PwC hat die Wirtschaftskrise den Siegeszug der Onlinewerbung erheblich beschleunigt. Gestützt wird diese Entwicklung auch durch das mobile Internet, dass zunehmend an Bedeutung gewinnt. Für die deutsche Medienbranche erwartet PwC bis 2014 ein durchschittliches Wachstum von 3,6 Prozent Gesamtumsatz pro Jahr. Das laufende Jahr schließt die Branche mit einem Umsatzplus von 2,6 Prozent ab.
Location Based Services oder Geolocation Services gewinnen auch und gerade im Bereich von Lokalzeitungen immer mehr Bedeutung. Da ist es nur konsequent, dass das Wall Street Journal nun mit Foursquare kooperiert und damit ein völlig neues Vertriebskonzept begründet. User, die sich während des Check-Ins in ein New Yorker Hotel gleich auch noch bei Foursquare registrieren, erhalten handverlesene Informationen über Szene-Bars oder Kunstausstellungen.
wie allgemein bekannt sieht Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner in Tablets wie dem iPad die Zeitung der Zukunft und er wird mal wieder recht haben. Bislang allerdings verwehrte Apple den Verlegern den direkten Kontakt zu seinen Kunden. Das soll sich nun ändern. Apple wird demnächst ein Abo-Modell für Zeitschriften und Zeitungen anbieten und die Verlage dürfen dann direkt mit den App-Käufern in Kontakt treten. Im Gegenzug dazu fließen 30 Prozent der Einnahmen und 40 Prozent der Werbe-Einnahmen an Apple – was für ein Geschäft!
Quelle: justapps
wie das boersenblatt berichtet, waren die E-Book-Verkäufe in den USA noch nie so hoch wie jetzt. Laut dem Branchenverband Association of American Publishers (AAP) lag der Umsatz der US-Verlage im Juli bei 40,8 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Verkäufe von E-Books um 150,2 Prozent zu. Damit wuchst der E-Book-Markt in den USA im Jahresvergleich um 191 Prozent.
Angesichts des Preisverfalls der Chips für die Ansteuerung der E-Paper-Displays ist es für den Chef der Axel Springer AG nur eine Frage der Zeit, bis die Verlage den Druck ihrer Produkte einstellen. E-Paper könnten gar zum Wegwerfartikel werden – so Mathias Döpfner jüngst auf der Marketing-Messe dmexco. Für ihn steht fest:
“Tablets und Smartphones sind die Zeitungen der Zukunft”
Döpfner unterstrich seine These noch durch weitere Argumente: während die Reichweite der Printprodukte in etwa stabil ist, wächst die Reichweite der digitalen Angebote radikal. Über Printprodukte erreichen die Verlage ihre Leser nur einmal am Tag – Digitalprodukte dagegen begleiten die Menschen heute in jeder Lebenssituation. Diese höheren Reichweiten seien natürlich auch ideale Voraussetzung für den Ausbau des Werbegeschäfts.
in den USA wird die Zielgruppe der unter 30-jährigen durch Printausgaben von Zeitungen nicht mehr erreicht – in Deutschland versucht sich der BDZV (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.) gegen diese Entwicklung zu stemmen. Beim Jahreskongress der Organisation am 21. September 2010 wurde einhellig beschlossen, das Engagement für junge Zielgruppen zur zentralen Aufgabe zu machen. Zu diesem Zweck wurde eigens die Gesellschaft “Jule – Initiative junge Leser GmbH) gegründet, die vor allem als Netzwerk und Wissensdatenbank zum Thema Kinder- und Jugendangebote der Zeitungen konzipiert ist. Ziel der Gesellschaft ist die Identifizierung effizienter Maßnahmen zur Gewinnung junger Leser.
Hans-Georg Schnücker (BDZV-Vizepräsident) angesichts der rückläufigen Zeitungsreichweiten bei jungen Lesern:
“Angesichts der Vielzahl und Verfügbarkeit unterschiedlichster Medien werden Kinder und Jugendliche nicht mehr automatisch zu Zeitungslesern. Wir müssen sie erst durch unser Medium gewinnen.”
Wie verschiedene Studien aus dem In- und Ausland belegen – so Schnücker – erbringen Zeitungslesende Kinder und Jugendlichen bessere Leistungen in Schule und Beruf als ihre nicht-lesenden Altersgenossen. Außerdem steigere die regelmäßige Zeitungslektüre die Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen später auch als Erwachsene Zeitungen lesen werden.
OK – das Thema geistert schon einige Zeit durch das Netz. Gerade deshalb will ich es hier mal aufgreifen. Der Spiegel bezeichnet es als kleine Medienrevolution: das kostenlose iPad-App Flipboard. Das Programm mixt Leseempfehlungen von Facebook- und Twitter-Freunden, Artikel aus Blogs und Internetseiten zu einem ganz persönlichen, sehr schick gestaltetem digitalen und Magazin zusammen. Zum Launch im Juli herrschte in Medien und Blogosphäre eine solche Begeisterung, dass die Server von Flipboard zeitweise zusammenbrachen. Natürlich ist dieser Ansatz nicht völlig neu. Twittertim.es oder Meehiv.com bieten schon länger personalisierte Medienangebote aus sozialen Netzwerken und Nutzerinteressen an. Außerdem gibt es auch schon Apps, die RSS-Feeds zu einer personalisierten Zeitung zusammenfügen. Aber so intuitiv und optisch überaus ansprechend gestaltet wie Flipboard ist das den anderen Diensten nicht gelungen. Der Spiegel dazu:
Flipboard ist der erste Blick in eine multimediale Zukunft, deren Grundlage Twitter, Facebook und Co. geschaffen haben – das Weitererzähl-Web, dess endgültige Form zumindest bisher im Dunkeln lag.
Finanzieren soll sich das Angebot durch Werbung, die zwischen den automatisch gelayouteten Seiten erscheinen soll. Da die Inhalte nicht über RSS-Feeds bezogen werden, sondern von den Originalwebseiten gerendert werden, müssen sich die Macher des Social-Network-Magazins erstmal mit rechtlichen Problemen um Urheber- und Nutzungsrechte herumschlagen.
das hätte ich ja nicht gedacht. Während Amazon in den USA bereits jetzt mehr elektronische als gedruckte Bücher verkauft, haben E-Books in Deutschland etliche Startschwierigkeiten. Analysten der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge wird sich diese Situation nur sehr langsam ändern. Sie prognostizieren für 2015 in Deutschland einen Umsatzanteil für elektronische Bücher von gerade mal 6,3 Prozent – dabei beziehen sie sich allerdings rein auf die erzählende Literatur. Der Durchbruch der E-Books lässt in Deutschland also noch auf sich warten.
Laut PwC könnten bis 2015 in Deutschland bis zu 2,5 Millionen E-Reader verkauft werden. Voraussetzung sei allerdings, dass der Reader mit Farb-Bildschirmen und Internetzugang ausgestattet sei – außerdem und vor allem aber müssten die Preise gesenkt werden. Die große Mehrheit werde laut Studie Tablet-PCs wie etwas das iPad verwenden. E-Reader seien in Deutschland derzeit kaum bekannt – nur 20 Prozent von 1000 Befragten konnten überhaupt angeben, was mit dem Begriff E-Reader gemeint sei. Allerdings frage ich mich da schon, ob dies nicht einfach am Begriff liegt. Werden Tablet-PCs nicht einfach zum Lesen verwendet ohne dass die User den Begriff E-Reader kennen?
PwC rät dem deutschen Buchhandel, sich dringend um neue Geschäftsmodell für den E-Book-Vertrieb zu kümmern, da er ansonsten gegen die globalen Größen wie Apple, Amazon oder Google keine Chancen habe. Und da haben wir sie wieder – die Suche nach den Geschäftsmodellen!